Bestellerprinzip: Vorteile für beide Seiten

Deutscher ImmobilienberaterVerbund DIV und seine Makler-Marke AbacO prognostizieren mit der Einführung des Bestellerprinzips wachsende Professionalität und erhöhte Dienstleistung gegenüber Vermieter und Mieter.

Quellhinweis: http://www.div-immobilien.de

Hanau (hds).- Ab dem 1. Juni 2015 wird das Bestellerprinzip in Kraft treten – als geänderte Regelung im Wohnungsvermittlungsgesetz. Sie ist Teil der umfassenden Mietrechtsnovellierung, die der Bundestag bereits am 27. März dieses Jahres als Gesetzesvorlage verabschiedet hatte. Die Neuregelung betrifft die Provisionszahlung bei der Vermittlung von Wohnungsmietverträgen. Sie sieht vor, dass ausschließlich derjenige die Kosten für die Dienstleistung des Maklers trägt, der ihn auch beauftragt hat.

„Für professionelle Makler, die in einem System auf erprobte Vorgehensweisen und ein entsprechendes Formularwesen zurückgreifen können, ist damit keine große Umstellung und auch nicht zwingend ein erheblicher Mehraufwand verbunden. Sie haben bereits in der Vergangenheit ihre umfangreichen Dienstleistungen Vermietern und Mietern gegenüber transparent dargelegt“, davon ist Carsten Bucksch, Geschäftsführer der DIV – Deutscher ImmobilienberaterVerbund GmbH und selbst Makler, überzeugt. „Zudem arbeiten wir bereits an neuen unterschiedlichen Geschäftsmodellen, die dem Marktanspruch noch mehr entgegenkommen werden.“ Leistungsfähige, kompetente Makler würden ohnehin dafür sorgen, einen Mieterwechsel möglichst reibungslos zu gestalten und somit Leerstand zu vermeiden. Damit tragen sie erheblich zur Werthaltigkeit der Immobilie bei und erhalten die Rendite. Auch sei es von Beginn an der Anspruch aller DIV-Makler gewesen, die Miethöhe angemessen und marktadäquat zu beurteilen. Kosten für die Vermietung hätten, so Bucksch, die Vermieter ohnehin. Durch eine Honorarvereinbarung würden diese nun begrenzt und seien somit in den steuerlich relevanten Verwaltungskosten vom Start weg besser zu kalkulieren.

Die Vorteile einer Zusammenarbeit mit Maklern lägen zudem für beide Seiten auf der Hand. Bucksch: „In einem Maklerbüro konzentrieren sich die Anfragen von Mietinteressenten, da dort ein größeres Angebot erwartet wird. Dadurch kann schneller an die geeigneten Mieter vermietet werden“. Hinzu komme der Aspekt der Sicherheit: „Gut aufgestellte Makler können die Bonität eines Kandidaten schneller und zuverlässiger prüfen. Sie sorgen damit auch für höhere Sicherheit der späteren Mietzahlungen.“

Dadurch, dass Vermieter nun den Makler zahlen, haben letztere eine höhere und direktere Verantwortung gegenüber diesen Auftraggebern. Im Gegensatz zur bisherigen Regelung müssen sie dem Vermieter gegenüber noch mehr Sorgfalt walten lassen und sich intensiver um Aufträge kümmern. Automatisch werde damit auch ein Mehr an Dienstleistung für potenzielle Mieter erzeugt. Für die 71 Immobilienberater in seinem Verbund sieht der DIV-Geschäftsführer daher weiterhin gute Chancen im Vermietsegment: „Im Sinne einer positiven Auftragsabwicklung müssen sich Makler generell mehr anstrengen – sonst bekommen sie keine Aufträge mehr. Unsere Partner sind durch intensive jahrelange Aus- und Weiterbildung sowie Marketing-Unterstützung gut gewappnet.“